Das VI Digitale Wirtschaft (VIDW) und der Transferverbund Südwestfalen haben zusammen das Laborgespräch im Lab for Customer Experience Research am Campus Soest der FH Südwestfalen organisiert. Einige Interessierte aus Unternehmen der Region kamen zusammen, um sich über die Aktivitäten des VIDW zu informieren und vor allem, um einen Einblick in die Themen in der Forschung zur Customer Experience zu erhalten.
Prof. Weber - als Sprecher des Instituts - begann kurz mit einer Einleitung zum Projekt und der Verantwortlichen im Institut: welche Professorinnen und Professoren sind aktiv, zu welchen Bereichen wird geforscht und welche Aktivitäten stehen derzeit an. Einen heißen Tipp gab es schon vorab: voraussichtlich im November findet eine erneute Auflage des Transferkongress am Campus Soest statt.
Im Anschluss hat Luis Wulfert, Institutskoordinator, einen kurzen Impuls zur aktuellen Forschung des Instituts gegeben und einen Themenbereich skizziert: Künstliche Intelligenz (KI) in der Websuche. Dabei zeigte sich, dass die Nutzung generativer KI-Systeme wie ChatGPT seit ihrem Launch im November 2022 an Popularität weiterhin zunehmen, KI-Technologien allerdings schon viel früher in Suchmaschinen eingesetzt wurden. Schon seit 2015 steigt so mit jedem Update schrittweise das Verständnis der Suchmaschinen wie Google, um sowohl Suchanfragen besser zu verstehen als auch bereitgestellte Inhalte besser einer Suchanfrage zuordnen zu können. Trotzdem bleibt die Frage nach der Optimierung für generative KI-Systeme relevant - dabei zeigt sich, dass verschiedene Faktoren gut performen: Sachlich richtige und gute Texte inkl. Statistiken oder Zitaten, die Nutzung strukturierter Daten oder ein guter Ruf im Internet (Earned Media).
Anschließend ging es zum eigentlichen Highlight der Veranstaltung: Prof. Schulten hat gezeigt, welche Technologien im Lab for CXR genutzt werden und welche Projektinhalte er zuletzt dabei bedient hat: Über Kooperationen mit lokalen Unternehmen und deren Präsenz in Supermärkten, über Websiteanalysen oder der Gestaltung von Weihnachtspullovern war alles dabei. Besonders interessant wurde es als die Teilnehmenden selbst einmal ausprobieren durften, wie Eyetrackingmethoden verwendet werden, um ihren Eindruck von Werbung zu verstehen: Die typische Leserichtung von links oben nach rechts unten beeinflusst das Scannen eines Bildes, Gesichter werden häufig zuerst betrachtet und mitunter folgt man beim Scannen eines Bildes dem Blick der Protagonisten eines Bildes.
Insgesamt bekamen die Anwesenden so rund zwei Stunden spannende Inhalte aus aktuellen Forschungsgebieten des VIDW - ein herzlicher Dank geht an den Transferverbund Südwestfalen für die gelungene Zusammenarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung!